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Leseprobe "Die Teufelsbraut zu Aachen"

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Die Teufelsbraut zu Aachen - Kurztext (Leseprobe)

Der Teufel lebt – am liebsten in Aachen. Denn dort weilt Camena, die betörende Wassernymphe, der er seit Jahrtausenden verfallen ist. Als römischer Gott Faunus ist er ihr einst ins schweflige Sumpfland gefolgt. Endlich erzählt er selbst, weshalb er sich dort in den christlichen Höllenfürsten verwandeln musste. Doch nicht einmal als Teufel kann er Camena erobern. Ganz hoffnungslos wird es, als sie ihr Herz an einen Sterblichen namens Karl hängt, der später mit dem Beinamen der Große in die Geschichte eingehen soll. Der Teufel tobt und zieht alle Register. Mal möchte er den Bau des prächtigen Doms zum Seelenfang missbrauchen oder die Kirche zum Einsturz bringen, mal will er Karls Tochter ins Unglück stürzen, dann wieder lauert er nächtens als grässliches Untier auf Trunkenbolde. Mit List und Tücke jagt er Camena, aber sie und die Aachener lassen ihn auf der ganzen Linie scheitern. Bis heute. Doch jetzt soll einem gewissen Dr. Faunus in Aachen der Orden wider den tierischen Ernst verliehen werden …

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Nachwort

Volkssagen aus der Kaiserstadt Aachen und ihrem Umland gibt es viele. Und in auffällig vielen spielt der Teufel höchstpersönlich eine Rolle, wo er als Ränkeschmied, durchtriebener Bündnispartner oder rächender Unhold in Erscheinung tritt. Aber genauso oft, wie der Fürst der Finsternis den Menschen das Leben sauer machen will, wird er mit Bauernschläue und beherzter Tat überlistet, ausgetrickst und übertölpelt.

In „Die Teufelsbraut zu Aachen“ hat Martina Kempff bekannte und weniger bekannte Sagen der Region zu einer mitreißend humorvollen Erzählung verwoben, von der Geschichte um die Entdeckung der ersten Quellen über die bekannte Dombau-Sage bis hin zu Anekdoten um die Überführung der Gebeine Kaiser Karls Jahrhunderte nach seinem Ableben. Nebenher liefert sie zum Beispiel die Erklärung für das Geheimnis, wie die Aachener an das Original-Rezept für Printen gelangten.

Karl der Große, der in der „Teufelsbraut“ eine wichtige Rolle spielt, ist für Erfolgsautorin Kempff sozusagen ein alter Bekannter: In mehreren historischen Romanen widmet sie sich dem Frankenkaiser und den starken Frauengestalten in seinem Umfeld und seiner Nachfolge („Die Königsmacherin“, „Die Beutefrau“, „Die Welfenkaiserin“; allesamt bei Piper erschienen). Eine der Frauen, Beutefrau Gerswind, Tochter des von Karl besiegten Sachsenkönigs Widukind, hat übrigens in der „Teufelsbraut“ einen kurzen Gastauftritt. Liebhaber von Kempffs Romanen werden darüber hinaus weitere Querverweise und Fingerzeige auf ihre früheren Werke entdecken, nicht zuletzt auf ihren Roman „Die Gabe der Zeichnerin“ (2013), worin der Bau des Aachener Doms geschildert wird. Für dieses Werk arbeitete Kempff eng mit dem Aachener Dombaumeister Helmut Maintz zusammen, der in der „Teufelsbraut“ literarisch verewigt wurde und als Romanfigur kurz in Erscheinung tritt. Zudem ist Martina Kempffs „Satyrical“ eine Fundgrube für jene Sagenfreunde, die es drängt, Antworten auf historisch ungeklärte Fragen zu bekommen. Wer sich etwa beim Besuch der St.-Servas-Kirche je gefragt hat, was mit dem fehlenden Bildnis des Engels im Gewölbe geschah, findet in der „Teufelsbraut“ eine einleuchtende Erklärung für sein Verschwinden. Auch die Frage, woher Karls sagenumwobene Tochter Emma stammt, die historisch nicht verbürgt ist, wird in Kempffs Geschichte auf unnachahmlich heitere Weise beantwortet. Emmas Liebesgeschichte mit dem Gelehrten Einhard findet in der „Teufelsbraut“ ihren festen Platz – sehr zur Freude der „Öcher“, wie zu vermuten ist, denn Emma besitzt in Aachen eine ähnliche Popularität wie das schauderhafte Untier Bahkauv.

Mit „Die Teufelsbraut zu Aachen“ liegt nun Band 4 der edition sagenhaft vor. Mit ihr wird die Bandbreite der Reihe beachtlich erweitert. War die Grundstimmung der Vorgängerbände eher ernsthaft, schicksalsschwer oder schaurig-spannend geprägt, so betritt Martina Kempff - bekannt nicht nur wegen ihrer historischen Romane, sondern ebenso wegen ihrer erfolgreichen Eifel-Krimis - mit dem vorliegenden Buch literarisches Neuland. An ihrer fröhlich augenzwinkernden Erzählung dürften nicht nur eingefleischte Heimatfreunde und Historienfans Gefallen finden.

Günter Krieger & Dieter Hermann Schmitz

- Die Herausgeber -


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